22.04.

Sweet sugar candy( )man...

Back to the roots, zurück zu den Nutten und Drogendealern (candy men) in Sydney's Stadtviertel King's Cross.
Was soll ich sagen, um ehrlich zu sein könnte ich diesen Eintrag auf 500 Seiten dehnen. Keine Angst, ich bemühe mich, mich relativ kurz zu fassen.

Vorneweg, Interessantes von Ausflügen und Touren gibt es nicht mehr zu berichten, da ich von Perth die Tage direkt nach Sydney geflogen bin, von wo mein Flieger gen Thailand startet.

Daher direkt zum Fazit:
Das Wetter an meinem letzten Tag in Perth war reichlich komisch, kurze starke Schauer, dann Sonnenschein bis die Straße wieder trocken war, dann wieder Regen.
So ähnlich war auch meine Gefühlslage, wobei bei mir die Schauer überwiegt haben. Perth war die letzte echte Station, ich musste ja nur nach Sydney zurück, da mein Flug von dort gebucht war.
Somit war mir an diesem Tag erstmals richtig klar, Australien ist vorbei, das wars.
Natürlich freue ich mich auf Thailand und dann vor allem auf Deutschland, alle wieder zu sehen, aber trotzdem.
Ich habe hier unglaublich fantastische acht Monate verbracht, in Deutschland werd ich vermutlich sagen, "die schönsten acht Monnate meines Lebens".
Dass ich an dem Flughafen gelandet bin, an dem alles begann, in das Hostel eingecheckt bin, in dem ich als erstes war und den selben Weg dorthin gehen mustte, hat meine Stimmung auch nicht sonderlich gehoben.
Als ich vor meinem Hostel stand konnte ich nicht glauben, dass es erst acht Monate waren, mir kams wesentlich länger vor, da in der Zwischenzeit einfach soviel passiert ist, wie in meinen 19 Jahren in Deutschland davor.
Dazu kamen die Erinnerungen der ersten Tage.
Also auf der einen Seite die Unsicherheit erst mal völlig alleine auf der anderen Seite der Erde aus ner Boeing zu steigen, auf der anderen Seite die Vorfreude aufs herumreisen in einem anderen Land.
Ich habe absolut unglaubliche Geschichten erlebt, die verschiedensten, verrücktesten, komischsten, nettesten und freakigsten Leute kennen gelernt und war an den tollsten Plätzen.
Ich hab Erfahrungen gesammelt, die in Deutschland so einfach nur schwer zu machen sind.
Ich hab neue Bekannte und Freunde auf der ganzen Welt gewonnen, von denen ich einige sicher wieder sehen werde, da sie u.a. schon in zwei Wochen selber nach Deutschland wieder fliegen:
Tim, der Australier, bei dessen Vater ich gearbeitet habe kommt für rund 3 Monate nach Deutschland, da er Austausch-Schüler in Köln war und somit sich den Wahnsinn in Deutschland nochmals antun möchte. ^^
Somit muss ich ganz klar sagen, das war die beste Entscheidung, die ich auch nur annähernd irgendwie habe treffen können:
Alleine mit einem Rucksack bewaffnet nach Australien zu gehen.
Und eines steht auch sicher schon fest, ich werde wieder kommen. Ich mein, die ganze Westkueste wartet ja noch auf mich.

Aber wie bei allem im Leben ist Glück ein ganz entscheidender Faktor. Und davon hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt im Überfluss.

Das fängt bei Kleinigkeiten an, wie dass ich teure Tickets für Konzerte bzw. Sportevents geschenkt bekam, geht weiter in Sachen Arbeit, mit der ich insbesonders in Melbourne einen Sechser im Lotto landete:

Bezahltes Industriepraktikum in einer sehr angenehmen Firma. Dazu wohnen bei einer australischen Famiele, das ganze für umme, was will man mehr.
Und dann natürlich der Umstand, dass ich überhaupt kommen konnte.
Gäbe es in der Deutschen Gesetzgebung den Paragraphen nicht, dass der dritte Sohn einer Familie vom Wehr-/Ersatzdienst befreit wird, hätte ich sicher nicht kommen können. Daher mal danke an meine beiden Brüder, Job gut erledigt Jungs!!! ^^

Dann noch ein Wort zu den Backpackern. Das ist schon ein lustiges Volk.
Es ist eigentlich ausnahmslos jeder Hilfbereit, brauchst du etwas, frag einfach jemanden. Meiner Überzeugung nach hätte man im Hostel jemand wildfremden fragen koennen, ob er einem 100 Dollar leiht. Ich bin mitlerweile davon überzeugt, dass fünf Leute ihre Geldbeutel zücken.
Jeder gibt hier jedem was, ein Geben und Nehmen...

Einge Anekdoten sollen natürlich nicht vergessen werden:

Wir sind gestern mit ein Paar Leuten ausgegangen und man muss überall seinen Ausweis vorzeigen, egal wie alt man aussieht oder ist.
Einer der Jungs war ein Koreaner, der vor mir in der Schlange stand. Als er seinen Ausweis (bzw. von der Form her sah es eher wie sein Führerschein aus) vorzeigte, hörte ich den Türsteher nur sagen:

"Du willst mich verarschen, oder. Spinnst du eigentlich völlig"
Darauf der Koreaner: "Wieso, stimmt was nicht?"

Als ich dann selber mal einen Blick auf den Ausweis warf wurde mir auch klar, worum es ging. Da stand halt einfach keine Einzige Zahl drauf, nur ein Foto und dazu Striche und Zeichen, koreanisch eben, das wars. Ich hab vom Türsteher auch nicht wirklich erwartet, dass er Koreanisch kann und somit antwortete der nur:
"Das kann deine Kontonummer sein, wie sollen ich da was lesen?"

Nach einigem hin und her sind wir dann doch reingekommen, wobei die Sache auch noch was Gutes hatte.
Eine Stunde später bin ich mit dem Koreaner kurz raus gegangen, ohne allerdings dass wir uns einen Stempel abgeholt hätten. Nachdem nun aber eine Riesen-Schlange vor der Tür sich aufreihte, wollten die uns nicht mehr rein lassen und erinnern an uns konnten die Türsteher sich auch nicht mehr, versteh ich ja auch, bei 700 Gästen.
Bis ich dann allerdings zu nem anderen Türsteher ging, auf den Koreaner zeigte und der dann meinte:
"Ach du scheisse, der beknackte Koreaner. Is schon ok, die waren wirklich schon drin"
Juhu.

Die lustigste Frage, die mir in Australien gestellt wurde war meiner Ansicht nach, ob unser Gesundheitssystem, also Krankenhäuser, etc. auch solch einen hohen Standard wie Australien hätte.
"Nein, leider nicht. Unsere Narkosepatienten müssen leider noch durch einen Schlag mit einem Holzhammer in den Nacken betäubt werden...!"

Eine andere überlieferte Geschichte, ich kann mir gut vorstellen, dass sie stimmt, besagt folgendes:
"Wow, du kommst aus Deutschland. Habt ihr dort auch den Mond?"

Genießt die Sonne in Deutschland, ich hoffe, dass es in Thailand nicht allzu viel regnen wird (was es im Moment tut, zumindest im Norden) und ab dem 1. Juni kann ich mich auf unserer Terasse dann schon wieder bräunen lassen.
Ein letzter Gruß aus Oz,
     Fabi

 

22.04.

Allein davon zu schreiben, dass der Plan sei, von Perth Richtung Norden nach Darwin zu reisen, hätte mir klar machen müssen, zu was das führen wird:

Anstatt nach Norden gings in den Süden, zum Surfen.
Mit Daniel, einem Deutschen, der sich vor rund zwei Wochen ein eigenes, wenn auch "etwas" zu teures Auto gekauft hatte, sind Chris (ein anderer Deutscher, den ich schon vorher kannte: man, man, immer diese Deutschen, soviel zum Englisch reden) von Perth aus in den Süden gefahren:
Campen in Nationalparks oder Camping Sites, Schlafen im Zelt und aufwachen in der Nacht, weil sich die Lungen schon langsam mit Wasser füllen, da mein Zwei-Mann Zelt wohl nicht auf Dauerregen in Australien gepolt war.

Fünf Tage waren wir in Margaret River, einem bekannten Surfort rund 350 km südlich von Perth, in dem vor zwei Wochen noch ein "Rip Curl" Contest war.
Soll auch heissen: Surfen, Surfen, Surfen.
Allerdings hatten wir etwas Pech mit den Bedingungen, da gerade in dieser Woche die Unterströmung am Surfstrand sehr stark war und die Wellen mehr drei Meter Brecher als sonst was waren, die sofort schäumen und dann nicht mehr surfbar sind.

Fotos davon, also nicht ich direkt in ner Welle, aber zumindest im Wetsuit am Strand, gibts auch, ebenso wie noch einige andere Bilder, u.a. noch von der Great Ocean Road westlich von Melbourne. Hoffe die kann ich die Tage mal hochladen. Wer will kann sich die Great Ocean Road schon mal auf Daniks Homepage ansehen, da hat eh jeder die gleichen Bilder und Danik war dort rund 4 Wochen vor mir:

http://danikdownunder.blogspot.com/

Unter der Überschrift "Great Ocean Rd und Phillipp Island" sind die Bilder zu finden, dann kann ich mir sparen das auch nochmal hochzuladen. ^^

Ansonsten gibt es noch eine kleine Terminänderung:
ich werde Australien schon um den 10. Mai verlassen (wird morgen gebucht) und mit Chris noch drei Wochen durch Thailand tingeln. Also Urlaub machen, vom Urlaub. Hab ich mir ja nu auch wirklich verdient. ^^
Hat ausserdem auch noch den Vorteil, dass ich mir gleich 10 Hemden maßschneidern lassen kann, das ganze immer noch günstiger als bei uns das allerbilligste und schlechteste Hemd.
Chris ist Thaiboxer und wird daher noch ein Thaiboxcamp besuchen, da er aber vor mir da ist, werden wir uns irgendwo im Lande treffen.

Was mir auch gerade noch einfällt, ist, dass ich in meinem Letzten Tagebucheintrag kurz über die Waserknappheit in Australien gesprochen habe. Diesen Artikel bei Spiegel sollte sich jeder dazu durchlesen:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,478513,00.html

Sodala, werd mich dann ein letztes mal aus Sydney in rund zwei Wochen noch melden, bzw. die Tage noch die ein paar Bilder hochladen.

Genießt die Sonne in Deutschland, ich kann mich diesbezueglich ja schlecht beschweren ^^
     Fabi

 

09.04.

So, die letzte der ohnehin nicht allzu zahlreichen Arbeitsphasen hab ich am Gründonnerstag nun auch noch hinter mich gebracht und somit kann die Reise weitergehen.
Direkt nach der Ankunft aus Neuseeland hab ich mir in Melbourne erst mal ein Praktikum organisiert, zwar wie immer mit etwas Vitamin B, aber wie dem auch sei.
Anton hat mich mit Tim bekannt gemacht, dessen Vater Besitzer einer Gullideckelfabrik ist, also genau das, was ich brauchte:
Ein Industriepraktikum in der Metallverarbeitenden Fertigungsindustrie.

Dazu kam auch noch, dass ich zusammen mit Anton bei Tim wohnen konnte und mir somit auch gleich noch die Kosten für Unterkunft sparen konnte. Abgesehen davon hatten wir das "alte" 15-Zimmer Haus seiner Eltern für uns, so dass jeder von uns auch noch sein eigenes Bad hatte.
Vornehm geht die Welt zugrunde...

Nach drei Wochen haben sich Anton und Tim dann per Auto auf die Reise durch Australien gemacht, woraufhin mir seine Eltern, also mein oberster Chef, angeboten haben, bei ihnen zu wohnen.
Soll heißen: Eigenes eingerichtetes Zimmer, eigenes Bad, Fernseher und PC im Zimmer, Indoor Pool, Snooker Table, etc. ...

Aber noch kurz zurück zur Arbeit: der Job gehört zu den besten, die ich je gemacht habe. Unsere Abteilung war hauptsächlich zuständig für Access Covers, also so eine Art Kanaldeckel (Übers. Abdeckung), die den Einstieg in die Kanalisation bedecken.
Dazu haben wir an einem patentierten Einstiegssystem gearbeitet.
Der Markt dafür ist ausreichend groß und da die Firma gerade nach Amerika exportieren möchte, wurde mir angeboten in Deutschland als Salesman zu arbeiten. ^^
Abgesehen davon liefern wir die beste Qualität: "German Quality", wie mein Fabrikationsleiter häufig sagte. Womit er auch nicht ganz daneben lag, da sich jeder Industriebetrieb, der was auf sich hält, mit Maschinen und Zubehör "Made In Germany" eindeckt: Bosch, Würth, etc.
Und: Deutsches Personal war ja auch beschäftigt. ^^

Erwähnenswert ist eventuell auch noch, dass es die letzten zwei Wochen endlich mal etwas geregnet hat, da v.a. Central-Victoria langsam nicht nur die ohnehin fast schon nicht vorhanden Grünflaechen und Kühe ausgehen, sondern auch die Farmer, die sich aufgrund der anhaltenden Dürre reihenweise selbst erschießen...

Ansonsten, das muss ich leider klar so formulieren, geht's mittlerweile in den Endspurt, da der Flieger gen Heimat immer noch für den zweiten Juni gebucht ist.
Nächsten Mittwoch geht es daher nach Perth, von wo aus, soweit mal der Plan, es in den Norden nach Darwin geht. Aber wie das mit den Plänen hier immer so ist, am Ende kommt alles doch anders...
Insofern lasse ich mich überraschen.

Auf diesem Wege auch noch ganz liebe Grüße an meine Schwägerin Mel, ich denke an dich, auch wenn ich so weit weg bin.

     Fabi

 

28.02.

Meld mich jetzt mal wieder länger zu Wort. Ich bin im Moment wieder in Melbourne, wo ich von Neuseeland aus gelandet bin und, um es Vorweg zu nehmen, einen aus jeglicher Sicht (positiver) unglaublichen Monat verbrachte.

Es hat alles gepasst, die Insel ist wunderschön (schlägt meiner Ansicht nach alles, inkl. Australien), wir sind in einer hervoragenden Gruppe gereist, haben die lustigsten und krassesten Dinge unternommen, etc.
Um ehrlich zu sein, es ist soviel passiert, dass ich nur einen kleinen Einblick geben kann.
Von Auckland aus gings am ersten Tag nach Hahei, was landschaftlich, va. auf seinen Strand bezogen, der Hammer ist. Wirklich erwähnenswert ist dann allerdings der Abend, den jeder als eine der schönsten Oz/Nz Erfahrungen eingestuft hat.
Gräbt man an einem bestimmten Strandabschnit ein Loch in den Boden, füllt sich dieses mit heissem Wasser aus der Erde, was dann vermischt mit kaltem Meerwasser eine 35 Grad warme Badewanne ergibt.
Springt man dann desweiteren ins das kalte Meer (es ist schon dunkel und doch recht frisch), reitet 3-4 Meter hohe Wellen, ist davon dann doch recht platt nach einiger Zeit und setzt daraufhin mit einem kühlen Carlton Draught in dem warmen Pool zurueck, ist das Glück perfekt.
Um euch das Glück vollends zu vermitteln, sei folgendes Zitat von Christian (der Typ neben mir im Pool) genannt:
"Oh, das ist so geil, hier könnt ich sterben, ich leg mich jetzt hier hin zum Sterben"

Ich hab einige Bilder hochgeladen unter denen von "Herr der Ringe" handelnde Zeilen stehen. Dazu sollte ich sagen, dass wir in Wellington, Hauptstadt Neuseelands und Heimat Peter Jacksons (King Kong, Herr der Ringe) eine "Lord of the Rings" Movie Tour machten, welche uns eben zu einigen Original -Drehorten brachte. Etwa 2 Tage vor dieser Tour waren wir auch noch auf einer Bergwanderung (Tongario Crossing), in deren Verlauf man am Schicksalsberg (Mount Doom) vorbei kommt. Jener Berg, an dem Sauron "Den Einen Ring" vom Finger abgeschlagen bekommt.

Weiter dann auf der Südinsel, genauer in Franz Josef, sind Xavier und ich mit seiner 300 Gramm Carbon Shimano Rute an einen See angeln gegangen.
Nach Rund 15 min hat dann eine 3,5 Kilo Forelle mit Rosa Fleisch angebissen, woraufhin uns alle Fischer anstarrten (waren alle mit dem Boot draussen und fingen nichts) und meinten, dass wir mit diesem Fisch am Wochenende sicher 1000 Dollar bei einem Fischerwettbewerb an eben diesem See gewonnen haetten.

...scheisse...

Tja, wir waren leider zwei Tage zu spät da, was soll ich sagen.

Irgendwann gings dann in die Stadt aller Städte: Queenstown.
Hier hat die Herr der Ringe Crew plus Schauspieler auch einen Monat Urlaub gemacht, ich weiss jetzt auch wieso.
Geniale Lage in den Bergen, am See, sämtliche Extermsportarten stehen zur Verfügung, schönes Wetter, etc. ...
Womit wir auch schon beim Thema wären:
als ersten stand der "Canyon Swing" auf dem Programm:
Absprung von einer 109 Meter hohen Plattform, 60 Meter freier Fall, 200 Meter Pendler im Durchmesser, das ganze in ein mehr oder weniger normales Berg-/Kletterseil....sweet, oder wie einer unserer Busfahrer sagte:
"Maybe best fun you can have with your pants on"

Ach ja, die Bandage an meinem rechten Arm soll nicht meinen neuen Modestil darstellen. Ich hab mir zwei Tage davor den Ellbogen en einem Türrahmen angeschlagen. Als sich meine gesamte Hand am nächsten Tag dann doch spontan dazu entschlossen hat blau anzulaufen und taub zu werden, hab ich mich, heftige Schmerzen haben die Entscheidung gestützt, auch spontan dazu entschlossen zum Arzt zu gehen.

Bevor wir 5 Tage später wieder nach Queenstown gekommen sind hatten wir auf Steward Island (die südlichste Insel Neuseelands) noch die Gewässer halb lehr gefischt und ein Festmahl für 7 Personen zubereitet, das hauptsächlich aus Fisch bestand.
Nun, wieder zurück in Queenstown standen dann die üblichen Beschäftigungen dieser eigentlich kleinen Stadt auf dem Programm: Feiern, feiern (sollte doppelt erwähnt sein, da hier IMMER und AUSGIEBIG gefeiert wird), wandern und Bungee springen.
Ein Video ist ja schon hochgeladen.
Ab Christ Church, eine Station später, waren Anton und ich dann auch wieder "alleine" unterwegs, nachdem mit der Trennung von Xavier die Neuseeland-Crew (das sind so ziemlich die Leute auf dem Bild bei der Weinprobe) endgültig zerfallen war.
Soweit mal vom schönsten Flecken der Erde, an den ich, das kann ich mit Sicherheit jetzt schon sagen, irgendwann wieder kommen werde.

     Fabi

 

26.01.

Wir sind gestern gut, wenn auch nicht ganz reibunglos in Auckland angekommen. Neben einigen Kleinigkeiten war dann der Knaller, dass wir hier am Flughafen einen sehr freundlichen Empfang vom Zoll bereitet bekommen haben. Die Zipfel haben eine Stunde unsere Backpacks auseinander genommen und auf Drogen, zuviel Alkohol/Zigaretten, etc untersucht. Wir waren übrigens die einzigen aus unserem Flieger, denen solch ein toller Empfamg bereitet wurde. Nur weil wir jung sind und nen Rucksack haben,aber nun gut.
Morgen werden wir um acht vom Bus abgeholt und dann geht die eigentliche Reise durch das gesamte Land los. Nebenbei, Neuseeland ist schweinebillig, ein einziges Einkaufsparadies.
     Fabi

 

24.01.

Ich bin heute endlich mal dazugekommen den versprochenen Eintrag zu schreiben, nachdem ich die gesamte letzte Woche täglich mindestens 10 Stunden bei den Australian Open war und ich am Abend kein Internet mehr zur Verfügung hatte. Aber alles der Reihe nach.
Am 25. Dezember ist mein Vater in Sydney gelandet und wir haben die ersten beiden Tage erst einmal dort verbracht. Ich spielte mehr oder weniger den Stadtführer, da ich die Stadt ja schon kannte.
Mit dem eigenen gemieteten Auto (2000 km alt) gings dann über Canberra durch den Kosciuszko National Park nach Melbourne.
Canberra ist eine recht bizarre Stadt. Man muss dazu sagen, dass sie von einem Architekten geplant wurde und die direkte Umgebung keine natürlichen Grenzen wie Gebirge oder dergleichen bietet. Das ganze hat zur Folge, dass Canberra sehr weitläufig ist, da es fast unbegrenzten Platz gibt und somit ALLES (Wohnanlagen, Öffentliche Gebäude, etc.) verdammt weit auseinander liegt. Das ganze wird dann auch noch davon begleitet, dass in der Stadt einfach nichts, aber auch wirklich gar nichts los ist. Keine Autos, keine Fußgaenger, eine fast ausgestorbene Stadt. Ohne eigenes Auto ist Canberra daher fast unmöglich zu besichtigen (ich hab auch nie einen Bus gesehen), die Regierungsgebäude mit den weitläufigen Parks sind dafür allerdings um so hübscher. Desweiteren haben wir unsere Reisekasse im Casino noch aufgefüllt, nachdem wir innerhalb von rund 10 min 150 Dollar im Roulette verloren hatten und ich dann noch zwei mal in Folge die richtige Zahl traf. ^^
Weiter dann im Kosciuszko National Park befindet sich der höchste Berg Australiens mit unglaublichen 2200 m. Als dann die Tante an der Liftstation auch noch sorgenvoll zu mir meinte, ich solle mich "so" hinsetzen, den Bügel schliessen und aufpassen beim Aussteigen, wäre mir beinahe ein "Alde, ich bin die Alpen gewöhnt, erzähl du mir nicht, wie man Lift fährt" über die Lippen gerutscht. Bilder vom Gipfel könnt ihr schon betrachten.
In Melbourne war dann Sylvester angesagt, was wir auf der Straße mit 600 000 anderen bei einem sehr schönen Feuerwerk feirten. Bilder davon wird es übrigens nie geben, da mein Vater meiner Digicam auf auf Mt. Kosciuszko fliegen beibrachte, sie die Pruefung in "Landen Auf Steinigem Untergrund" allerdings noch nicht erfolgreich absolviert hatte. Na ja, ich hab bei dieser Gelegenheit mein Camera Model gleich upgegradet, hab jetzt eine Ixus 65.
Danach gings dann per Flugzeug weiter, bzw. für mich zurück, da erst vor 1,5 Wochen verlassen, nach Brisbane, wo einige schöne Strände (baden, relaxen) und einige National Parks auf dem Programm standen. Nebenbei, dort haben wir (ich glaube hauptsächlich ich) auch sämtliche Casino-Gewinne wieder verzockt, nachdem wir in Melbourne noch weiter gewonnen hatten und eine Frau zu mir meinte: "Wow, das ist wie bei James Bond, der hat auch immer soviel Glück".

Mein Vater ist dann am 10. Januar wieder nach Good Old Germany geflogen und ich habe noch eine schnelle vier Tages Work-Session in Brisbane eingelegt. Per Flugzeug gings dann wieder zurück nach Melbourne zu den Australian Open, wo ich sieben Tage verbrachte, von denen ich in 120 Jahren (es gibt doch Menschen, die so alt sind, oder?) meinen Ur-Ur-Ur-Enkeln noch erzählen kann.
Ich war insgesamt sieben Tage dort und hab sechs Tage Spiele gesehen. Einen Tag hing ich 10 Stunden auf der Anlage rum und hoffte, dass der Regen aufhört. Nachdem kein anderer sieben Tage am Stück gegangen ist, haben sich die anderen sozusagen damit abgewechselt mit mir zu gehen. Also nein, es war halt so, dass ich mit den beiden Jungs aus Fulda die ersten beiden Tage war und die letzten Tage mit Johanna gegangen bin.
Konnte mir eigentlich schwer vorstellen, dass so eine Aktion wie: "Umsonst auf ein Williams Konzert gehen" noch getoppt werden kann, bis mich Aaron (der Typ aus Cairns, das Foto am Swimmingpool!!) am Samstag anrief.
Er hatte ein "Extra Corporate" Ticket, lustigerweise von der Deutschen Bank, für die Day-Session am Sonntag, Rod Laver Arena (also Centre Court, das ist der einzige Platzt, auf den ich mit meinen normalen Tickets nicht darf) übrig und ich könne mitkommen. Juhu, Andy Roddick vs. Mario Ancic war unter anderem angesetzt, was sich auch noch zu einem 5-Satz-Krimi entwickelte.
Somit hatten wir also die besten Plätze, plus Zutritt zu einigen Bereichen, in die man mit einem normalen Ticket nicht rein kommt.
Rund 90 Stunden Tennis in einer Woche haben allerdings auch negative Folgen.
1. hab ich die Tage die ganze Nacht von Tennis getraeumt (leider kein Scherz, ich glaube ich habe im Traum nochmal das Spiel Nalbandian vs. Haas gesehen) und
2. hab ich jetzt natürlich noch mehr Bock selber zu spielen, was mir im Moment leider allerdings nicht wirklich möglich ist, scheisse.

Nebenbei konnte ich während der Woche Massen an Fotos von diversen Spielern während des Spiels, im Training und sämtlichen Courts machen, die ich hoffe bald hochladen zu können, da ich im Moment nur an Computer gerate, bei denen die rechte Maustaste gesperrt ist.
Dann ist mir gestern noch was Lustiges passiert: Ich hab einen kennengelernt, bei dem ich mir schon dachte, dass er einen bayrischen Dialekt mit schwäbischem Akzent hat. Er kommt aus Aindling, ging aufs Paul-Klee-Gymnasium in Gersthofen, kennt sich in Pfersee (mein Stadtviertel) gut aus und ist bei Aindling Torwart, wo ja auch mein alter Grundkurs-Sport Referendar Torwart ist und ein alter Mitschüler von mir spielt. Man oh man, wie klein die Welt ist.
Am 25. Januar gehts dann ja auch schon wieder weiter nach Neuseeland, in diesem Sinne...
     Fabi

 

22.12.

Zunächst einmal wünsche ich allen zusammen frohe Weihnachten und nen guten Rutsch ins neue Jahr.
Meine Zeit hier in Brisbane geht nun auch dem Ende zu, hatte heute meinen letzten Arbeitstag von insgesamt 17 und konnte somit mein Konto wieder etwas aufstocken.
In Sachen Arbeit hatte ich riesiges Glück, ich bin hervorragend bezahlt worden und die Arbeit selber war sehr locker, nicht wirklich vergleichbar mit dem, was ich in Deutschland als Landschaftsgärtner gemacht habe.
Dazu konnte ich sehr viel arbeiten, da ich meine freien Tage als Fensterputzer, ja ja kein Scherz, für noch besseres Geld, dafür aber alde Schreckschraube als Chefin, auffüllen konnte.
Nebenbei war ich vor 2 Wochen nochmals auf einem Robbie Williams Konzert hier in Brisbane, dieses mal allerdings für umme.
Wir saßen vor dem Stadium, um das ganze von draußen verfolgen zu können, als zwei besoffene Mädels mich fragten, ob ich rein will, da sie keinen Bock mehr haben und das Konzert eh schon gesehen haben.
Also hab ich von denen das nötige Armband und ein Einlassticket bekommen und stand somit zwei Minuten später 20 Meter vor der Bühne, da die auch noch Karten für die teurere vordere Stehsektion hatten.
Aus unserem Hostel waren insgesamt 8 Leute auf dem Konzert, keiner hatte etwas gezahlt. Die einen haben an der Bar gearbeitet, die anderen haben eine Kreditkarte gefunden und haben somit den Türsteher zugequatscht, etc.

Am Sonntag den 24. werde ich nach Sydney fliegen, um einen Tag später Besuch aus Deutschland zu emfangen, mein Vater kommt für knapp drei Wochen und wir werden zusammen diverse Teile Australiens erkunden und Urlaub machen. Ansonsten hab ich vor 5 Tagen meine Tickets für Neuseeland erhalten, wo ich am 25. Januar mit Anton aus Köln fuer einen Monat hinfliegen werde, nachdem ich allerdings noch 3 Tage auf den Australien Open (erste Runde, zweite Runde und Achtelfinale) war, wird alles sicher der Hammer.
Nochmals ein frohes Fest (das erste mal, dass ich Schnee vermisse, seltsam).
     Fabi

 

06.12.

So, mal wieder ein paar Worte vom anderen Ende der Welt.
Ich bin seit nun gut 1,5 Wochen in Brisbane und es läuft wie immer und immer noch alles glatt, hab nen hervorragenden Job, Hostel ist in Ordnung, etc. Dazu aber gleich mehr.
Zunächst mal noch ein kurzer Rückblick nach Noosa:
Nachdem ich Danik vor etwa 3 Wochen in Noosa wieder getroffen habe sind wir dort noch ne Woche geblieben und haben uns mit Stefan (kam auch 4 Tage vorbei, vom Arbeiten 200km nördlicher) ne schöne Zeit gemacht, surfen, am Strand liegen, was man halt so macht.
Danik und ich sind dann zusammen nach Brissy gefahren um Anne aus der LKG-Augsburg einen 2-tägigen Besuch abzustatten. Danke an dieser Stelle nochmal, war wirklich genial. Danik und ich hatten ein Doppelzimmer, also endlich mal richtig viel "Privatsphäre", geniale Verpflegung den ganzen Tag und das ganze fast für umme.
Nun, Danik ist danach wieder für nen Job nach Noosa gefahren und ich hab mich hier auf Jobsuche begeben.
War auch kein Thema und hab sofort, allerdings mit viel Vitamin B, wie es halt immer läuft, einen genialen Job bei nem Landschaftsgärtner gefunden. Dazu ein paar mehr Worte, da ich sowas noch NIE erlebt habe, absolut unglaublich:
Die australische Arbeitsmoral ist der deutschen, na ja wie soll ich sagen, nicht ganz gleich zu setzten. Hier wird alles etwas lockerer gesehen, nicht so genau genommen und sowieso nicht wirklich viel gearbeitet.
Wir fahren von Garten zu Garten (bei der Gelegenheit zeigt mir mein Chef übrigens immer ganz Brisbane, auch sehr schoen), mähen ein bisschen rum, schneiden die Hecken, schneiden Sträucher und Palmen aus und fahren dann wieder weiter. Soll heissen, 1/3 der Zeit verbring ich schon mal im Auto.
Dazu kam dann gestern z.B. noch, dass mein Chef zum Arzt musste, also haben wir im Auto gewartet, er meinte er kommt in 30 min wieder, gekommen ist er aber nicht mehr. 1,5 Stunden später ist er dann angetanzt.
Dann sollten wir in ne Werkstatt fahren um den zweiten Rasenmäher richten zu lassen (oft sollte ich waehrend dem Mähen nur dastehen und warten, da wir ja nicht genügend Maeher hatten, hab dann halt verzweifelt irgendwas gekehrt), allerdings hat die Werkstatt dienstags immer geschlossen, so dass wir dann halt wieder eine halbe Stunde quer durch Brissy zum nächsten Job gefahren sind.
Ich bekomme 100$ am Tag (sehr ordentlich) und bei ner durchschnittlichen effektiven Arbeitszeit von 4 Stunden am Tag sind das 25$ die Stunde, Cash, ohne Abgaben. Das ist richtig, richtig ordentlich.
Na ja, mir solls recht sein.
Ihr hört von mir wieder, eine schöne Vorweihnachtszeit (ich bin nicht wirklich in Weihnachtsstimmung, wie auch, bei 35 Grad im Schatten und Palmen die ich ausschneiden muss).
     Fabi

 

25.11.

Melde mich nu nach erlebnisreichen Wochen in Noosa mal wieder zu Wort aus Brisbane. Die Tage hab ich von Max (ihr erinnert euch an ihn, der, der sich beim Schnorcheln das halbe Schienbein aufgerissen hat) eine e-mail bekommen, wobei ich an dieser Stelle gerne eine Passage daraus zitieren moechte:

"Mein fieser Cut ist letztens übrigens wieder komplett aufgeplatzt. Der Kleber hatte wohl nen Schwächeanfall. Nähen geht jetzt auch nicht mehr und da das ganze immer noch lang und tief ist (subjektiv hat sich da nicht viel getan), wird das wohl ne ordentliche Narbe geben. Hab ich wenigstens was zum rumposen ;) 'Damals im 2. Golfkrieg....'"

 

14.11.

Also, nachdem ich ja versprochen habe nach Arbeit zu suchen, hier mal mal Update aus Noosa. Und, um mal die nächsten Abschnitte kurz und bündig zusammen zu fassen: Arbeit scheisse, Leben geil. So, wobei sich die Aussage in Sachen Arbeit nicht auf die Qualität dieser bezieht, sondern mehr darauf, dass ich nun doch erst mal nicht wirklich lange arbeiten werde.

Die Pläne haben sich, ist ja nichts neues, mal wieder geändert:
Da ich gerade zwei andere Deutsche kennen gelernt habe, die wie ich auch die Australian Open schauen wollen, werd ich das nun sicher machen.
Da ich daher Mitte Januar in Melbourne sein muss, ist es recht unsinnig nach nem ordentlichen Job in der Gastro zu suchen, da man dazu mindestens drei Monate bleiben muss, sollte, wie auch immer.
Ansonsten hatte ich mich zunächst ja auch um einen Job bemüht, was auch hervorragend klappte, bis zum ersten Probearbeiten, oh man.
Ich hatte mich mit nem Geschaeftsführer aus einem edel-upper-class-high-high-society-Restaurant-Bar-Cafe sehr gut verstanden, der dazu vom meinem Auftreten und meinen Referenzen auch sehr angetan war und mir somit einen Job als Barkeeper angeboten hat.
Soweit so gut, Problem war dann nur Folgendes:
Die hatten ungefähr 50 verschiedene Weine, 95 Prozent noch dazu aus Australien, so dass ich natürlich keinen kannte. Das eigentlich schwierige war dann allerdings, bei ner Bestellung aus einem 20 m2 Regal und einem 5 m langen Kühlschrank den richtigen Wein in 2 Sekunden zu finden. Da die Hölle los war - es war Freitag Abend - blieb mir dazu auch wirklich nicht viel mehr Zeit. Ja nun, dass das irgendwie nicht funktionieren kann, dürfte jedem klar sein. Da mir es auch "leider" nicht gelungen ist die Position von 50 Weinen in 15 Minuten zu merken, war das ganze mehr ein planloses vor-dem-Weinregal-Gestehe als sonstwas.
Bei den Bieren wars ganz ähnlich, wobei das nach ner Stunde besser lief, da es zu den vier Fassbieren nur 15 Flaschenbiere gab.
Dass das somit keine sonderlich tolle Performance somit von mir war, naja.
Dass das somit keine sonderlich tolle Performance somit von mir war, naja.

Hab mich dann somit für Plan B entschieden, der folgendes vorsah:
Jeden Tag mit den Jungs vom Hostel surfen gehen und Poker spielen. Letzten Sonntag war in einem Hotel ein Turnier und ich muss eigentlich auch sagen, dass ich genial und ohne Fehler gespielt habe. Bin dann allerdings gegen eine Anfängerin ausgeschieden, deren Chancen die Hand gegen mich zu gewinnen bei rund 10 Prozent lagen. Super, das liebe ich so sehr an Poker.

Nun danach habe ich dann auch nicht mehr weiter nach Arbeit gesucht, da ich wie gesagt die Tage dann auch schon wieder weiter reisen werde.

Geniesst das leben in Deutschland ebenso wie ich hier, Bilder kommen nächste Woche wieder, da ich die letzten Tage im Bilderknipsen etwas faul war.
     Fabi

 

04.11.

Also, 1500 km weiter Richtung Süden bin ich noch nicht gekommen. Wir sind im Moment noch in Hervey Bay, nem sch.... Nest vor Fraser Island, in dem alle Touren auf die eben diese größte Sandinsel der Welt beginnen, per Fähre. Dazu aber gleich mehr.

Ansonsten kann ich mich nach 3 Wochen Reise die Ostküste herunter glücklich schätzen überhaupt noch am Leben zu sein. ^^
Auf der anderen Seite war so immer Action geboten und es wurde nie langweilig. Hier mal ein Ausschnitt einiger mehr oder weniger lustigen Szenen:

1. Max hat sich, wie ihr auf den Bildern ja sehen könnt an einem scharfen Felsen einen "fiesen Cut" (O-Ton), 5 cm lang, etwa einen tief, eingefangen, der dann beim Arzt geklebt werden musste (War ein spezial Kleber für läppische 110 eu für ein 2cl Fläschchen).
Bei dem Versuch seiner Schwester, im Wasser schnorchelnd, bescheid zu sagen musste ich dann über mit scharfen Austern bedeckte Felsen klettern und hab mir dabei noch fünf weitere Cuts geholt. Da war zwar natürlich keiner so groß, wie der von Max, deshalb hab ich allerdings trotzdem schön über den ganzen Körper verteilt geblutet, incl. der Fußsohle, was dann natürlich ein Heidenspaß war.

2. So ein beknackter Prototyp eines Kanadischen Soldaten wollte uns total besoffen beim Lagerfeuer seine tollen Messertricks zeigen. Problem war nur, dass ich direkt neben dem Depp gesessen habe und dies nicht mitbekommen habe. Als ich dann was über meine Haare (und die sind gerade wirklich nicht lang) hab streifen fühlen, dachte ich zunächst, das wäre seine Hand gewesen. Beim Umdrehen wurde mir dann allerdings schon klar, das das die Klinge des Messers war. Super!!!!!!!!!!!!!! Wir haben ihm das dann übrigens weggenommen.

3. Punkt drei könnte auch bei der Sendung mit der Maus ausgestrahlt worden sein, und zwar unter der Kategorie: How to become totally disabled in one second!
Fraser Island war ne Self-Drive Safari, soll heiflen, wir hatten keinen Guide dabei, sondern konnten selber mit unserem All-Rad Toyota überall hinfahren.
Als dann Daniel, ein 21 jähriger Schwede, der sich bei mir zur Legende gemacht hat, gefahren ist, gab es einen kleinen Zwischenfall:
Am Strand durfte man mit 80 Sachen fahren, wobei das Problem ist, dass ein flacher Abschnitt immer wieder von bis zu 0,5 m tiefen Creeks unterbrochen ist (sind so Art Schneewächten, nur eben aus Sand).
Wenn man also über einen solchen mit 60 drüber brettert, was wir by the way eben taten, muss man kein Prophet sein, um vorher zu sagen, was passieren wird.
Auf den vorderen Plätzen im Auto findet man den James Bond reifen Sprung den absoluten Hammer, weil einem nichts passiert (ich saß auf dem Beifahrersitz).
Sitzt man jedoch hinten, und vor allem auch noch unangeschnallt, schlägt das Gestz der Hebelwirkung recht heftig zu.
Stefan saß also ganz hinten, man beachte die Vergangenheitsform. Als wir uns umdrehten lag er allerdings total benommen, mit blutüberströmter Stirn auf der Hinteren Bank und war erst mal nicht mehr ansprechbar.
Gestern ist er dann zum Arzt gegangen, nachdem er ständig starke Schmerzen im Lenden- und Hals Bereich hatte. Dort wurden sämtliche Wirbel dann erst mal wieder eingerengt, nachdem er sogar beim Schlucken Schmerzen im Hals hatte.
Nebenbei sieht die Stirn aus, als hätte sie jemand mit einem Hammer bearbeitet und nicht zu vergessen ist der Fuß, der leicht geschwollen war.
HOSSA DIE WALDFEE !!!!!!!!!!!!!!

Ansonsten war der Segeltörn sehr schön, wenn auch recht eng mit 25 Mann an Bord. Die Strände und Schnorchelplätze waren, wie ihr ja sehen könnt, unglaublich.
Danach kam dann noch ein weiterer zwei Tages Aufenthalt auf einer Insel mit wunderschönen Stränden (Great Keppel Island) und gerade eben die Jeep-Tour auf Fraser.
Nächste Woche werde ich mir, verprechen tu ich in der Beziehung zwar nichts mehr, aber ich sags zumindest mal, nen Job in der Gastro suchen. Das wird dann in Noosa sein, etwa 3 Stunden nördlich von Brisbane wo eher die Upper-Class "residiert" und Urlaub macht.

Hoffe bei euch ist es vergleichbar spannend, hi hi, und wünsch euch alles Gute für den Beginn der kalten Jahreszeit.
     Fabi, Loni, Loneman, sucht euch was aus.

 

20.10.

So, nu geht's richtig los, das tolle, schöne Leben:
Bin gerade in Airlie Beach und morgen geht's auf nen drei tägigen Segeltörn auf nem Raceboat. Laut Empfehlungen soll das der Hammer dort sein, wunderschönes Wasser, tolle Inseln, geiles Wetter, alles was dazu gehört.
Ach ja, hab ganz vergessen, meine neue Frisur anzukündigen, tu ich dann hiermit:
3mm ha, ha.
Is echt der Hammer, die neue Frisur, macht einfach keinen Ärger mehr. Kritik ist daher nicht gestattet, ich sehe auch so gut aus. ^^
Ne also im Ernst: Natürlich sieht meine normale Frisur schon besser aus, aber wie ich sehe haben die meisten von euch keine Backpack Erfahrung, glaubt mir. Das Leben ist einfach was anderes und ich mein, mein Sakko hab ich ja zum Beispiel auch nicht mitgenommen, oder?
Also meld mich dann 1500 km südlicher wieder, haut rein,
     Fabi

 

18.10.

Wollt ihr neidisch werden? Hab tolle Bilder von diversen Ausflügen und Touren hoch geladen. Hi hi, ihr seht mich dort hauptsächlich am Strand, so wie ich mir das halt immer vorgestellt habe.
Soll aber auch heißen, gearbeitet habe ich immer noch nicht. Die Pläne haben sich mal wieder geändert (nun schon das 6te mal) und nun werde ich erst mal die Ostküste bis Brisbane herunter reisen und unterwegs so die üblichen Dinge abklappern:
Drei Tage Magnetic Island, drei Tage segeln um die Whitsundays, 3 Tage Fraser Island, alles was halt Geld kostet und Spaß macht. ^^
Ändern werden sich die Pläne diesmal allerdings sicher nicht, da wir schon gebucht haben (mache die Reise bis Brisbane mit Stefan, siehe Fotos).
In Brisbane selber werde ich dann allerdings sicher nach Arbeit suchen, versprochen.
Ansonsten an dieser Stelle einmal die übliche Anekdote der Woche:
Wir sitzen wie immer am Abend zusammen und dabei konnte man dann folgende Konversation verfolgen. Dazu sollte man allerdings noch wissen, dass Perth die isolierteste Millionen-Stadt der Welt ist.

"Ähm, Jakarta liegt ja näher an Perth als Canberra an Perth"
"Wie meinst du das?"
"Ja, Jakarta liegt näher an Perth, als Perth an der eigenen Hauptstadt"
"Stimmt, und München ist von Wien ja auch weiter entfernt, als von der eigenen Hauptstadt Berlin, oder was?!?!?!?!?!"

Zwei Tage später:

"Ich hatte das so gemeint, dass Perth diejenige Stadt ist, die von ihrer eigenen Hauptstadt am weitesten entfernt ist!"
"Stimmt, und in Russland gibt es auch sicher keine Stadt, die von Moskau weiter entfernt ist, als Perth von Canberra"

Ja, ja, auch mit solch geistreichen Dingen muss man sich hier herumschlagen.      Fabi

 

05.10.

Hi Leute,
so, nu hört und seht ihr mal wieder was von mir. Aufgrund häufiger Anfragen und schon fast Drohungen hab ich die Zensurquote für die Fotos etwas gelockert. ;-)
So könnt ihr mich nun betrachten, beim Feiern, beim Posen an nem Felsen (ich möchte keine Kommentare dazu, v.a. nicht von Tobi, hören, es sieht gut aus, das ist es was zählt) und ihr seht in was für Schuppen ich mich all abendlich rumtreibe. ^^
Das Foto am Pool, der Typ rechts von mir ist übrigens Aaron, Amerikaner, ein supercooler Typ - ich sag zwar "der Klapse näher als der Realität", aber hab mich super mit ihm verstanden, solltet ihr euch genauer ansehen.
V.a. meine ich damit meine rechte Schulter. Das Foto ist zwei Tage nach meinem Fallschirmsprung gemacht worden. Hatte noch nen echten Bluterguss, den kann man da aber nicht sehen. ^^
Und nebenbei hab ich die Sydney-Fotos noch um ein paar schöne Nachtaufnahmen ergänzt.

Super viel Neues und Spannendes gibt es momentan allerdings nicht zu berichten. Ich bin immer noch in Cairns und das Ganze gleicht gerade eher einem Urlaub: lesen, schwimmen, chillen, am Abend weggehen usw. - was man halt im Urlaub so macht. Ich mein, Cairns ist ja auch ne Touristenstadt und den "Australian Way Of Life" werde ich hier sowieso nicht kennen lernen.

Ansonsten ist es hier allerdings sehr schön, also ich langweile mich sicher nicht. Wenn ich dann Ende dieser Woche meinen "Letter Of Reference" bekomme werd ich auch endgültig auf Arbeitssuche gehen. Das ist auch der Grund, warum ich noch hier bin: es gibt hier recht viel Barwork.

Die Tage war ich mit Alex, nem Deutschen aus meinem Hostel (siehe Bild), im Regenwald und haben dort nen Berg erklommen. Anders kann man das nicht nennen, ich hatte sogar am nächsten Tag nen Muskelkater im Rücken vom Klettern (so gestellt ist das Felskletterbild also gar nicht).
Dann noch eine kleine Anekdote, dass ihr mal seht, wie das Leben hier lauft:
In unserem Hostel sind fast überall ganz, ganz kleine Ameisen. Problem: die haben mein Müsli befallen. Da ich das natürlich nicht wegschmeißen wollte, aber das auch nicht so lassen konnte, da die Viecher sonst Eier legen, hab ich mein Müsli in den Gefrierschrank gesteckt. So sterben alle Ameisen und wenn ich dann meinen Müsliteller mit Milch auffülle treiben alle toten Tiere an die Milchoberfläche und ich kann sie rausfischen, juhu.
Also machts gut, ihr werdet dann in ner guten Woche wieder von mir hören.
     Fabi

PS: Ich habe nun eine australische Sim-Karte, meine Telenummer könnt ihr unter "Kontakt" finden.
 

21.09.

Also,
heute bekommt ihr von mir die versprochenen neuen spannenden News.
Zunächst is bei mir mal alles klaro, danke schön. Es läuft eigentlich auch alles wunderbar, das Wetter hier in Cairns is nu sehr schön (so gute 25 g) und ich werd mich dann jetzt denk ich mal auch an den Pool im Hostel legen, chillen und lesen. Muss den Tag ja auch gebührend ehren und Revue passieren lassen. Womit wir auch schon beim Thema wären.

Bin heut Vormittag nämlich aus ner zweimotorigen Maschine in 4600m Höhe ausgestiegen. Kein Scherz, ich war heut beim Skydiven, der absolute Wahnsinn sag ich euch, kann ich nur jedem empfehlen. Das war natürlich ein Tandemsprung.
Insgesamt hatte ich bei der ganzen Aktion viel Glück, nich darauf bezogen, dass ich überlebt habe. Einerseits war das Wetter super, bei unserer Dropzone war keine Wolke, andererseits bin ich mit dem Chef Instructor gesprungen, soll heißen, wir waren die ersten, die aussteigen mussten.
Das hatte einen riesigen Vorteil, nämlich den gesamten 20-minütigen Flug direkt an der Ausstiegsluke zu sitzen, also wirklich direkt, mit einem Bein eigentlich schon draußen, wörtlich gemeint. Dadurch hatte ich natürlich einen genialen Ausblick.

V.a. an meine Mutter, keine Angst, ich hing natürlich schon an meinem Instructor. Der Flug selber war schon der Hammer. Direkt nach dem Start, bei noch geringem Tempo also, sackte die Maschine ein paar mal für so ne Meter ab, was zur Folge hatte: Schwerelosigkeit, also eine Art kleiner Parabelflug, der ne Sekunde dauerte. Allein das wars schon Wert. Der Sprung war dann genial, ich hab zuvor um nen Looping gebeten, das haben wir dann auch erst mal gemacht, bevor der 60 sec Freefall begann, wow!!!!!!!!!!

Die vierminütige Gleitphase mit dem Schirm war nicht weniger spannend, ich konnte selber steuern und ich sags euch, mit so nem Schirm kann man echt lustige Dinge anstellen.
So soviel dazu mal.

Ansonsten wollte ich ja eigentlich hier erst mal Arbeit suchen, das ist jetzt aber doch noch nicht sicher. Es kann auch sein, dass ich mit zwei Mädels erst mal die Ostküste mit nem Caravan bis Brisbane runter fahre. Wenn wir das so machen, müssen wir am 26. Oct dort ankommen, da die eine ihre Schwester dort treffen will.
Wäre super wenn das klappt, da die Mädels, wie Mädels halt so sind, schon viel organisiert haben, also wo wir hin wollen, was gut ist und was nicht, etc. Das Problem an der Sache ist nur, dass die Preise, hier jetzt so langsam anziehen, unter anderem wegen der Schule, und dass man auf Magnetic und Frasier Island sein eigenes Auto nicht mitnehmen kann, wir also den Caravan auf dem Festland hätten und noch ein Mietauto auf der jeweiligen Insel bräuchten. Den Caravan müssten wir dazu auch noch mieten, is jetzt zu kurzfristig zum kaufen und die müssen ja auch weg, also die Mädels, weil sie in Brisbane ja gebunden sind.
Wenn das also nicht klappen sollte, werde ich hier halt doch auf Jobsuche gehen, werd hoffentlich schon was finden.
Jo genug für heute, die nächsten News kommen bestimmt, vielleicht auch schon aus Townsville, mal sehen.
In diesem Sinne,
     Fabi

 

15.09.

Tach ma alle mitanand, so nu ist es also soweit, ich bin seit nunmehr drei Tagen in Down Under, genauer in Sydney und habe mich so langsam akklimatisiert. Der Jetlag dürfte nu auch endlich weg sein (am ersten Abend bin ich um sieben schlafen gegangen).
Es gibt wirklich viel zu berichten und ich weiß eigentlich gar nicht wo ich anfangen soll, und das schon nach 3 tagen, aber naja, man erlebt hier wirklich ständig irgendwelche neuen und aufregenden Dinge.
Mein Flug war genial, da der Flieger nie ganz voll war, also beide Flüge (mun-ban, ban-syd) hatte ich stets eine ganze Reihe mit drei Sitzen für mich alleine und konnte so einigermaßen gut schlafen.
Hostel hab ich in Sydney sofort ein gutes gefunden, die hatten auch nen Free Airport Pick-Up, so dass ich dann direkt um 11 Uhr Ortszeit mein Zimmer beziehen konnte.
In meinem Zimmer ist ein Holländer, (hier sind übrigens nur Deutsche und Holländer, ich hab noch keinen einzigen schwedischen Staatsbürger getroffen :-( ) der erzählte mir zwar immer rum zu reisen, die anderen haben allerdings gemeint, der sei schon "etwas" länger in dem Hostel. Abgesehen davon hat der Typ nen Bohrer dabei?!?!?!?!
Na ja, ansonsten hab ich mir Sydney recht ausführlich angesehen, is echt ne tolle Stadt, empfehlenswert.
Gestern waren wir dann das erste Mal abends weg, sind ins "3 Monkeys" gegangen (für diejenigen, die Sydney kennen: das is nahe Chinatowan und mein Hostel is ins King's Cross).
Auf dem Nachhauseweg sind dann 5 Jugendliche aus ner gang vor nem "Pig" weggerannt, der war zwar wesentlich langsamer, 3 min später sind allerdings 5 weitere Streifenwägen angerückt, war echt lustig zum zusehen. 100 Meter weiter stand dann ein anderer Backpacker, der 5 min lang Galle gekotzt hat, ich kann mir nicht vorstellen, dass der noch Luft bekommen hat, so wie der sich angehört hat^^.

Man lernt hier wirklich sofort immer neue Leute kennen, das ganze ist hier super entspannt und völlig problemlos.
Jo, jetzt werd ich hier dann noch einige Dinge erledigen, die ersten Fotos könnt ihr euch auch schon ansehen, sind zwar nicht viele, aber ihr bekommt mal nen Eindruck. In dem unteren Bett schlafe übrigens ich.

Am Dienstag Morgen werde ich dann nach Cairns fliegen, dem warmen Wetter entgegen, mir is hier noch zu kalt, T-Shirt untertags geht zwar gerade noch so, im Schatten und Abends braucht man dann aber schon nen warmen Pullover. Kurze Hosen kannst eh total knicken.
Dort werde ich mir dann erstmals Arbeit suchen und wenn alles klappt werd ich mich in nem Monat etwa in Cairns, oder zumindest an der Ostküste mit Daniel treffen (für jene, die ihn nicht kennen, er kommt aus Augsburg und legt ein Auslandssemester ein).
So genug nu, ihr werdet dann aus Cairns wieder von mir hören und immer fleißig posten. ^^

cu
     Fabi